Der erste Schultag an der Stadtteilschule Meiendorf

Ein Bericht von der Eröffnungsfeier vom Hamburger Abendblatt

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Foto: Sandra Agten

Schulleiterin Martina Kampmann begrüße alle am ersten Tag an der Stadtteilschule Meiendorf

Alles auf Anfang an der Stadtteilschule Meiendorf

06.08.2012, 17:00 Uhr Sandra Agten
Pünktlich um 10 erklingt die Schulglocke.

Kinder und Eltern sitzen gespannt in der Pausenhalle. Es ist der erste Tag in der neuen Schule – für Alle.
Hamburg. 67 neue Kinder, 15 neue Lehrer und eine neue Direktorin: Martina Kampmann. Sie richtet die ersten Worte an die Eltern und Kinder. „Nun beginnt der Ernst des Lebens“, sagt sie zur Begrüßung. Und zur Motivation gibt es eine Schultüte, vollbepackt mit Begleitern für den Schulalltag. Der kleine Glücksbringer darf da genau so wenig fehlen, wie die Trillerpfeife als Symbol des Schwerpunkts Sport.
Die Stadtteilschule Meiendorf bekam am 15. Juli die Zustimmung zum Start durch die Deputation. Die Deputation gehört zur Fachbehörde und setzt sich aus gewählten Bürgerinnen und Bürgern zusammen. Jährlich beschließt die Deputation der Behörde für Schule und Berufsbildung notwendige Maßnahmen für die Schulorganisation.
„Die Eltern mussten also erstmal ihre Kinder anmelden, ohne zu wissen, ob die Schule überhaupt eine Chance hat zu starten“, sagt Direktorin Martina Kampmann und ergänzt: „Und als Lehrerin ist das auch eine Chance. Man hat sonst nicht die Möglichkeit, eine Schule komplett neu zu gründen“.
Das Besondere an der neuen Schule sind ihre Schwerpunkte. Zum einen gibt es ein breites Sportangebot. Zum anderen einen musischen Schwerpunkt. Außerdem gibt es Mittwochs und Donnerstags Ganztagsunterricht. Drei neue Klassen haben die Möglichkeit, dieses Angebot in Anspruch zu nehmen.
Martina Kampmann hofft nun auf großen Erfolg ihrer Schule „Ich möchte eine gute Schule und ein gutes Angebot für die Kinder haben. Ich hoffe, wir werden mit diesem Konzept bekannt und größer und können so Kritiker von diesem System überzeugen“, freut sich die ehemalige Konzeptleiterin auf ihre Zeit als Direktorin. Mit Kritikern meint Martina Kampmann vor allem die Eltern, die dem Projekt Stadtteilschule keine Chance geben. Und auch die Schwerpunktsetzung der Schule muss sich noch beweisen – auch wenn sie vorerst gut angenommen wird. „Wir haben erst mit einer Klasse mit dem Schwerpunkt Sport gerechnet. Aber der Andrang war so groß, dass wir nun zwei Klassen mit diesem Schwerpunkt haben“, sagt Martina Kampmann zufrieden.
Zu ihrer Überraschung gab es am heutigen Montag auch für sie eine Schultüte. Was in der Schultüte ist, bleibt ein Geheimnis. Aber Glücksbringer und Trillerpfeife wären für eine Direktorin bestimmt auch hilfreich.

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